Minenfelder, Lichttrassen, Hundelaufanlagen und vieles mehr …

… das waren die Fallen des berühmt-berüchtigten Todesstreifens, der die DDR-Bürger 28 Jahre daran hinderte, ihre Heimat zu verlassen, wenn sie es wollten. Aber wie lang waren er und die dazu gehörige Mauer? Wie viele Menschen sind auf ihm gestorben?

Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, ist unsere Klasse an einem trüben Mittwoch im November, 25 Jahre nach dem Mauerfall im Jahr 1989, zur Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße an der Grenze zwischen Wedding und Mitte gefahren.

Wir alle waren der Meinung, dass der Todesstreifen und die dazu gehörigen „Grenzschutzanlagen“ abscheulich waren, und wir waren erschüttert, dass so was wirklich mal in Deutschland gestanden hat.

Wir haben in der Gedenkstätte vieles über das Leben in der DDR erfahren. Besonders interessant waren die Schicksale derer, die nicht mit der Regierung einverstanden waren! Sie durften nicht einfach ihr Land verlassen, um woanders leben zu können. Wer sich öffentlich gegen den Staat äußerte, wurde ins Gefängnis gesteckt.

Es gab aber auch Regimekritiker, die versucht haben zu flüchten. Manche haben sich dazu in umgebauten Autos versteckt und haben es mit Unterstützung geschafft, das Land zu verlassen. Andere sind auf dem Todesstreifen erschossen worden.

Der Todesstreifen, der die Mitte zwischen zwei parallel verlaufenden Mauern bildete, war insgesamt 1572 km lang und verlief durch ganz Deutschland. An ihm sind mehr als 1200 Menschen gestorben. Da der Todesstreifen nur in der DDR war, konnten die Leute in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und West-Berlin an vielen Stellen bis an die Mauer heran. Und so wurde die Mauer auf der Westseite im Laufe der Jahre mit buntem Graffiti besprüht.

Man kann in der Bernauer Straße ein Stück des „Original-Todesstreifens“ besichtigen.

Ich persönlich finde es abartig, dass die Menschen damals nicht frei waren und sich aussuchen konnten, wo sie leben wollen.

Ich hoffe, dass so etwas nie wieder in Deutschland passiert!

Jan Spahn

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