Interview mit Frau Simmat

Arbeiten!!!

…das rät Frau Simmat, geboren 1934, meiner Generation. Heute wissen wir, ohne einen guten Abschuss gibt es keinen Ausbildungsplatz nach Wunsch. Und doch gibt es verschiedene Wege um den gewünschten Beruf zu erlangen. Doch wie war das früher?

Bei einem Interview im Oktober in unserer Schule erklärte Frau Simmat, wie die Schulzeit ab dem 2. Weltkrieg in Berlin war. Frau Simmat sprach angeregt über die inzwischen vergangene Schulform.

Sie erzählte, dass die Grundschule bis zur 4. Klasse währte. Daran anschließend gab es die Volksschule, die bis zur 8. Klasse dauerte. Seit 2010 heißt diese Schulform Sekundarschule und war vorher unter dem Namen Hauptschule bekannt.

Zum Abitur und dem Gymnasium, wie wir es heute noch kennen, erzählte sie folgendes: „Diejenigen, die aufs Gymnasium gingen, die gingen dann bis zur 12. Klasse und machten dann das Abitur.“ Gegen Kriegsende konnten die Schüler kaum noch zur Schule, doch Frau Simmat hat trotz allem Schulausfall ihr Abitur geschafft, wie alle anderen Schüler der Schule aus ihrem Jahrgang.

Auf die Frage nach dem Schulstoff im damaligen Geschichtsunterricht, antwortete Frau Simmat, dass sie die deutsche Geschichte bis Bismarck behandelt haben, aber über den Ersten Weltkrieg und die damals aktuellen Ereignisse wurde nicht gesprochen. Viele Lehrer und auch Schüler waren von den Geschehnissen des Krieges traumatisiert.

Sonst war die Schule wie jede andere auch. Prügeleien unter Schülern waren keine Ausnahme. Doch die Regeln waren streng.

„Meine Klasse war eine der ersten gemischten Klassen“, erzählte sie. Das bedeutet, dass es früher eigentlich nur Jungen- und Mädchenschulen gab, was für die heutige Zeit so ziemlich unvorstellbar ist. Fr. Simmat nahm auch aus ihrer Schulzeit mit, und das ist ihr sehr wichtig, dass sie jedes Mal zu den Wahlen geht und dies auch zukünftig tun wird, weil es das Recht eines jeden Bürgers ist.

Auf die Frage, was sie der heutigen Generation rate, antwortete sie so: „Arbeiten! Also es nicht aufgeben. Sich vielleicht etwas vorstellen, was man erreichen möchte. Und auch, wenn es schwierig ist: Wenn man es wirklich will, dann gibt es vielleicht Enttäuschungen und es dauert lange, aber dann gibt es immer einen Erfolg.“

Fr. Simmat nahm aus ihrer Schulzeit mit, und das war ihr sehr wichtig, dass sie jedes Mal zu den Wahlen geht und dies auch zukünftig tun wird.

Eine Aussage die zum Denken anregt.

Maren Müller

 

3 Gedanken zu „Interview mit Frau Simmat

  1. Hallo, liebe Maren, das ist ein Test :-).
    Wenn das funktioniert, schreibe ich dir in Ruhe….
    (Das ist übrigens ein sehr süßes Foto von euch beiden, ich meine von Frau Simmat und dir!)
    Mirjam Karnetzki

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