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03.07.2016: KOSmos bei Kinderpressekonferenz

Die KOSmos-Redakteure besuchen die Kinderpressekonferenz im Zoo Palast

Am 31.05.2016 besuchten wir, die Redakteure der Schülerzeitung der Kopernikus-Oberschule, die Kinderpresse-Konferenz, veranstaltet durch die Berliner Morgenpost mit Moderator Carsten Erdmann. Er ist zugleich auch Chefredakteur bei der Berliner Morgenpost.Kindpressekonferenz-31-05-2016
Zu Gast im Zoo Palast war die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, die auch Stellvertretende Vorsitzende der SPD ist. Die „Pressevertreter“ (also Schulklassen aus verschiedenen Berliner Bezirken) sollten interessante Fragen stellen.
Die Leitfrage dieser Versammlung war: „Wie steht es um Kinderrechte in Deutschland?
Einer der Schülerfragen war, wie die Ministerin auf ihren Beruf gekommen ist. Sie antwortete, dass sie schon immer einen Job mit Kindern machen und zuerst Erzieherin werden wollte. Doch als die Berliner Mauer fiel, studierte sie, trat in die SPD ein und wurde später  Bundesfamilienministerin.
Ihre zwei wichtigsten Prioritäten sind, dass Kinder Schutz vor Gewalt erfahren. Beispielsweise will sie erreichen, dass die Kinder von ihren Eltern nicht geschlagen werden und ein Recht auf Bildung haben.

Franz Ferdinand B.

Es wurden noch viele weitere interessante Fragen zum Thema Kinderrechte gestellt. Darunter auch einige von uns, den Schülerinnen und Schülern der Kopernikus-Oberschule.
Die Frau Ministerin beantwortete, nachdem die Pressekonferenz mit einem Video über sie begonnen hatte, alle Fragen sehr ausführlich und wahrhaftig.
Frau Schwesig erzählte, dass sie vor kurzem noch eine dreimonatige ,,Mutterpause“ eingelegt hat, weil ihr zweites Kind, die Tochter Julia, auf die Welt gekommen ist.
Deshalb betraf auch eine der ersten Fragen der Schüler eher den privaten Bereich, nämlich wie viel Zeit sie für ihre Kinder habe und wie lange sie arbeite.
Doch es wurden auch politische Fragen gestellt, z.B. wie man in der Politik mit Regenbogenfamilien umginge. Sie antwortete darauf etwas betrübt, dass gleichgeschlechtliche Paare noch keine Kinder adoptieren dürfen und dass das ein angestrebtes Ziel von ihr sei.  Sie hat aber auch noch viel mehr Ziele genannt, z.B. dass die Kinderrechte ins Grundgesetz einfließen sollten.
Frau Schwesig ist auch noch Ministerin für Frauen und Senioren. Deshalb möchte sie, dass Frauen und Männer gleich bezahlt werden, da sie ja die gleiche Arbeit verrichten wie Männer.
Auch zur Flüchtlingspolitik wurden Fragen gestellt. Die Lösung vieler Herausforderungen in diesem Bereich bezeichnete sie als wichtige Aufgabe.
KOSmos-Redakteure-Kinderpressekonferenz-2016Die Pressekonferenz war für uns sehr informativ und spannend. Außerdem hat noch keiner von uns zuvor eine Ministerin live gesehen.
Es war toll, ihr unsere Fragen zu stellen. Sie hat immer sehr freundlich und ausführlich geantwortet, auch wenn mache Fragen mehrmals gestellt wurden.

Auf diesem Link (Video – ca 2:22 min – extra Fenster) kann man sich selbst nochmal einen Eindruck von der Pressekonferenz mit Frau Schwesig machen.

Jeremy N.

22.05.2016: Aktuelle Ausgabe 11:

Sportfest der 8. Klassen mit Flüchtlingen

Das Thema Flüchtlinge beschäftigt Schüler und Lehrer schon seit Beginn des Schuljahres, als Tausende auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung aus Syrien und anderen Kriegsgebieten der Welt nach Mitteleuropa und vor allem Deutschland flohen.Aufstellung-der-Klassen-mit-Gaesten
Alle Klassen haben sich in den ersten Schuljahreswochen im Fach Ethik mit dem Thema beschäftigt …

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13.03.2016: Aktuelle Ausgabe 10:

KOSmos besucht die BILD-Zeitung

Wir durften rein…

…und das ist gar nicht so einfach!
Wer das Axel-Springer-Haus in Richtung BILD-Redaktion betreten möchte, braucht eine Einladung, bzw. muss sich einige Zeit vorher anmelden.
Mit einem Namensschildchen an der Jacke und gründlich kontrolliert durften die Redakteure unserer Schülerzeitung KOSmos an einem sonnigen Vormittag im Januar mit einem Verantwortlichen Redakteur Richtung Büros der BILD-Zeitung hochfahren.
Wir haben viel erfahren und durften, das war sicherlich der Höhepunkt unseres Besuches, in die große Redaktionssitzung hinein, wo man uns als Schülerzeitung der Kopernikus Oberschule begrüßte. Was für eine Ehre!

KOSmos mit BILD-Chefredakteurin
KOSmos mit BILD-Chefredakteurin

Nach einem anschließenden ausgiebigen Austausch haben die Schüler in den darauf folgenden Wochen interessante und informative Berichte zu diesem nicht alltäglichen Besuch zu verfassen.

Annette Nouri

17.12.15: Endlich: „Wir über uns“

Die Schüler-Redakteure schreiben über sich – und Frau Nouri über: „Die Schülerzeitung KOSmos der Kopernikus-Oberschule existiert seit vier Jahren. Nach anfänglich fünfzehn Mitgliedern …“ Weiterlesen

17.12.15: Wir sind eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“!

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Die Kopernikus Oberschule hat im September die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten.
Der Preis ging vor allen an die Mediatoren unserer Schule. Viele Personen haben eine Rede gehalten: unser Schuleiter Herr Geisler, unsere Schulrätin Frau Mosch, aber auch Schüler aus unserer Oberstufe: Romina B., Anna G. und Jan F.

Frau Altaras
Frau Altaras

Sehr stolz sind wir auf unsere Patin Frau Altaras, die eine äußerst kurzweilige Ansprache hielt und versprach, auch in Zukunft Projekte mit unserer Schule durchzuführen. Herr Rickfelder von der Landeskoordination Berlin hat schließlich unserer Schule den Titel verliehen.

 

Ansprache von Frau Mosch

Schulrätin Frau Mosch
Schulrätin Frau Mosch

Frau Mosch versicherte, dass sie die Veranstaltung sehr bedeutend findet und dass Berlin ziemlich bunt ist und dass der Vielfältigkeit unserer Schule entspräche. Diese Vielfältigkeit solle sich auch in der Schule zeigen und mit Akzeptanz und ohne Rassismus gelebt werden. Dazu hat sich unsere Schule mit dem Titel verpflichtet.

Schüler der Oberstufe
Schüler der Oberstufe

Ansprache von Schülern der Oberstufe
Im Namen der gesamten Schülerschaft betonten die Oberstufenschüler, dass sie sehr stolz auf den Titel und diese Auszeichnung sind. Alle Sprecher sind seit der 7.Klasse Mediatoren und setzen sich in dieser Funktion für ein Schulleben ohne Rassismus und Diskriminierung, kurz ein friedliches Miteinander ein.
Sie legten besonderen Wert darauf, dass auch Flüchtlinge, die schon an unserer Schule lernen, oder die erst zu uns kommen, respektiert und toleriert werden. Nach dem Motto: „alle anders – alle gleich“.
Ansprache der Patin Frau Altaras

Schüler mit Frau Altaras
Schüler mit Frau Altaras

Frau Altaras berichtete in ihrer lebhaften Rede, dass sie in ihrer Kindheit auch kein richtiges Zuhause hatte und durch viele Länder gereist ist. Deshalb bedeutet ihr die Patenschaft für unsere Schule viel, weil es ihr wichtig ist, dass alle Menschen, egal woher sie kommen, gleichbehandelt werden.

 

Unsere Schule hat anlässlich der Veranstaltung auch einen kurzen Film gedreht.

In diesem Film sagen Schüler unserer Schule in verschiedenen Sprachen „alle anders – alle gleich“. Außerdem haben alle Schüler mit ihrer Unterschrift ihren festen Willen versichert, dass sie sich gegen Rassismus und für Courage an unserer Schule einsetzen werden.

Jeremy Njoroge

05.10.15: Lesung im Schlosspark Theater Berlin

Zeugenkussprogramm
Zeugenkussprogramm

Am Mittwoch, den 09.09.2015 sind die achte, neunte und zehnte Klasse unserer Schule zur Lesung aus Eva Völlers neuem Roman „Zeugenkussprogramm“ der Kiss & Crime Reihe in das Schlosspark -Theater Berlin gegangen.

Vor der Karriere als Autorin ist Eva Völler Rechtsanwältin gewesen. Seit 2005 ist sie Schriftstellerin und schreibt Jugendbücher, Frauenromane und historische Romane.

In ihrem neuen Roman geht es um ein Mädchen namens Emily, die eigentlich nur vor ihren Abiturklausuren feiern gehen will. Doch dann gerät alles außer Kontrolle. Nach einem bewaffneten Überfall landen ihre Mutter und deren Freund Jonas im Krankenhaus. Und dies nur, weil Jonas sich auf die falschen Leute eingelassen hat. Da sie nun alle in großer Gefahr sind, wird ein Personenschützer namens Pascal eingestellt, der bei Emily für schnelleres Herzrasen sorgt, obwohl er ihr auf die Nerven geht mit seinem Machogehabe. Als sich die Lage verschlimmert, muss die Familie ins Zeugenschutzprogramm. Da es auf dem Land ist, will Emily wieder zurück, doch das geht nicht so einfach. Aber durch ein kleinen Fehler bringt sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz in Gefahr… (hier zu einer Leseprobe).

Einiges hat mir an der Buchvorlesung gefallen, anderes nicht so sehr. Ich fand, dass die Autorin das Buch nicht überzeugend präsentiert hat, da sie sehr lustlos wirkte und nicht spannende oder ansprechende Stellen vorgelesen hat.

Doch sie ist eine freundliche Frau, die sogar unsere Fragen beantwortet hat. Wir fragten sie unter anderem, wie lange sie gebraucht hat, das Buch zu schreiben und auch, ob sie Ähnlichkeit mit der Person Emily hat. Darauf hat sie mit „überhaupt keine“ geantwortet. Ich fand es auch gut, dass sie uns Autogramme gegeben hat.

Im Großen und Ganzen ist es ein gelungener Ausflug gewesen.

Luana Russo


05.10.15 : Flüchtlinge in Berlin – Wir haben viele Fragen…

… besonders die Frage, wie es den Flüchtlingen in Berlin geht! Gedanken machten wir uns in vielen Gesprächen in der Schülerzeitungsredaktion, wie sie jetzt leben, was sie den langen Tag über tun und ob sie ihr Zuhause vermissen.

Dazu wollten wir eigentlich zu einem Flüchtlingsheim oder einer Einrichtung gehen, die Flüchtlinge aufnimmt, gehen. Einige Redaktionsmitglieder haben dafür im Rathaus Wilmersdorf und in Kirchengemeinden in Westend und Zehlendorf nachgefragt.

Alle hörten das Gleiche: Nein, es geht leider nicht. Und für Minderjährige schon gar nicht.

Eine nachvollziehbare Begründung war: Viele Menschen sind so schwer traumatisiert (das bedeutet: seelisch verletzt), das sie keine Gespräche mit Jugendlichen führen wollen. Außerdem sprechen die meisten kein Deutsch. Das ist der Grund, warum wir nur über unsere eigenen teilweise früheren Erfahrungen schreiben.

Jan und Viktoria

Mein Einblick in ein Flüchtlingsheim

Ich habe auch schon Erfahrung in einem Flüchtlingsheim gesammelt.

Dort gelebt habe ich nicht, aber vor zweieinhalb Jahren durfte ich bei einer Feier in einem ASB-Wohnheim in Luckenwalde eine kleine Rede zur Eröffnung halten. Zu diesem Anlass konnte ich auch die Unterkunft besichtigen.

In den geräumigen Zimmern wohnten ungefähr vier bis fünf Flüchtlinge. Manche hatten auch einen Fernseher. Bei der Feier lernte ich zwei Kinder aus Ghana kennen, die mittlerweile schon ausgezogen sind und in einer Wohnsiedlung leben. Die Mutter fand auch schon eine Arbeitsstelle.

Ich finde die Vorwürfe, dass die Flüchtlinge uns das Geld aus den Taschen ziehen, und andere Vorurteile absurd.

Jeremy

Flüchtlinge im »Kirchenasyl«

Ich wollte eigentlich eine Flüchtlingsfamilie, die in der Kirche Neu-Westend lebt, interviewen. Aber wie mir die Pfarrerin mitteilte, hat die Frau vor Kurzem ein Kind bekommen und ist jetzt zu beschäftigt.

Diese Familie hat Kirchenasyl bekommen. Das bedeutet, dass man in einer Kirche um Hilfe und Aufnahme bitten kann, wenn man in seinem Heimatland verfolgt wurde. Flüchtlinge im »Kirchenasyl« sind vor Abschiebung geschützt, wenn begründete Zweifel an einer gefahrlosen Rückkehr bestehen.

Dominik

Ein Mutter-Kind-Flüchtlingsheim

In meiner Nachbarschaft in Zehlendorf gibt es ein Flüchtlingsheim, das früher ein Mutter-Kind-Heim und nun zur Hälfte zu einem Flüchtlingsheim für Mütter mit ihren Kindern geworden ist.

Eigentlich fing alles sehr dramatisch an: Im Juli dieses Jahres hat es im Haus gebrannt. Schuld war „zum Glück“ nach meinen Recherchen ein Kabelbrand und keine Brandstiftung!

Danach wurde das Heim wieder aufgebaut und nun von geflüchteten Frauen mit ihren Kindern bezogen. Ich habe gehört, dass gemeinsame Nachmittage angeboten werden, bei denen alle Bewohner zusammen spielen und die Eltern sich unterhalten können. Das dient der Integration der Flüchtlingsfamilien natürlich sehr!

Ich finde es SUPER, dass die Frauen neue Beziehungen aufbauen und sich gegenseitig helfen können! 🙂

Niklas


12.07.15: Nachts in unserer Schule…

… lesen muss nicht immer tagsüber und in Schulstunden stattfinden! Die Leseprofis haben eine spannende Nacht in unserer Schule erlebt!

Um 17 Uhr an einem Freitag im Frühling haben sich die Leseprofis Sarah, Michelle, Charleen, Justice, Denis und Awesta mit ihrer Leiterin Frau Schaub in der Schule getroffen.
Wochenlange Organisationen waren  vorausgegangen:

Die Leseprofis
Die Leseprofis

von der Suppe zum Abendessen bis zum leckeren Frühstück und natürlich der Nachtlektüre!

Zuerst wurden in der Bücherei die „Betten“ aufgebaut . Danach haben sich die Leseprofis an die Zubereitung des Essens gemacht. Jeder hat etwas mitgebracht. Es gab ,,Borschtsch“, das ist eine russische Rote-Beete- Suppe, Salat und einen Nachtisch.

Die Leseprofis
Die Leseprofis

 

Die Leseprofis
Die Leseprofis
Die Leseprofis
Die Leseprofis
Die Leseprofis
Die Leseprofis

Nach dem Essen haben die Leseprofis erstmal den Schulhof erobert. Er stand ihnen ganz allein zur Verfügung, das musste ausgenutzt werden! Sehr spannend fanden alle das Spielen auf dem leerem Schulhof. Als es langsam dunkel wurde, begann die eigentliche Lesenacht  im Rondell .

 

Die Leseprofis
Die Leseprofis

Mit einem leckerem Frühstück ließen die Leseprofis ihre erste gemeinsame Lesenacht ausklingen. Eigentlich hätte die Lesenacht auch zwei Nächte dauern können!

Was machen die Leseprofis sonst noch so? Sie besuchen andere Leseprofis der Stadt!            Zum Beispiel das Camp der Leseprofis. Anfang des Jahres haben sich die Leseprofis an einem Schultag um 8:00 vor der Schule getroffen und sind mit Fr. Schaub zusammen zum Lesecamp nach  Wannsee gefahren. Dort waren nicht nur unsere Leseprofis, sondern viele Leseprofis aus verschiedenen Schulen. Das Camp sollte zwei Tage dauern.
Zuerst haben alle ihr Lager aufgebaut und sich dann getroffen, um sich in einer Vorstellungsrunde kennen zu lernen und danach einen gemütlichen Lesenachmittag zu verbringen.
Am Abend haben alle gemeinsam gekocht und gegessen. Besonders spannend war die Vorstellung der Bücher, die die Teilnehmer der verschiedenen Schulen sich ausgesucht haben und gerade lesen.
Unsere Leseprofis haben ihr Buch „iBoy“ von Kevin Brooks vorgestellt. In dem Buch geht es um einen Jungen, dessen Schädel ein iPhone zertrümmert  hat. Nun ist es mit seinem Gehirn eine Verbindung eingegangen, mit der Tom jede Sekunde online sein und sich in alle Datenbanken der Welt einhacken kann.

Die Leseprofis sind der Beweis, dass viele Jugendliche immer noch gerne lesen.
Und für alle, die neugierig geworden und gespannt sind auf neue Jugendbücher, hier ein Tipp: Macht mit!!!
Auch Buchvorschläge sind immer willkommen, wenn sie für die Altersstufe angebracht sind.  Vielleicht wird dann ja auch DEIN nächstes Lieblingsbuch gemeinsam gelesen!
Die Leseprofis treffen sich in diesem Schuljahr (2014/15) jeden Mittwoch in der 9. Stunde mit Frau Schaub in der Bibliothek.
Es wird aber auch nach den Sommerferien mit neuen spannenden Büchern weitergehen!

von Domenik, Jan, Jeremy, Niklas und Viktoria

10.06.15: Gauck meets „Elser“ – Filmaufführung und Diskussion mit Bundespräsident Joachim Gauck

Gauck – ach den kennen wir, aber wer ist Elser? Diese Frage stellten sich am 22. April 2015

Filmplakat „Elser“

rund 700 Schülerinnen und Schüler, darunter die Profilkurse Deutsch und Politikwissenschaft von Frau Harmsen und Herrn Schulz aus der Oberstufe, als sie sich gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck den Film „Elser“ im Berliner Zoopalast ansahen. Die Jugendlichen kamen aus ganz Deutschland, u.a. aus Dachau, Schwerin, Berlin, Potsdam, Münster und Bremen.

Der Film erzählt die Geschichte von Georg Elser, der am 8. November 1939 einen Mordanschlag auf Hitler verübte. Dieser misslang, da Hitler den Saal 13 Minuten früher als geplant verließ. Die Gestapo verhaftete Elser und ließ ihn, nach über fünf Jahren KZ, am 9. April 1945 hinrichten. Der Film zeigt, was den Attentäter Elser, der weder politisch noch radikal war, dazu motivierte, ein Attentat zu verüben.

Gemeinsam mit dem Bundespräsidenten sahen wir zuerst den Film „Elser“. Anschließend stellten sich Bundespräsident Gauck, der Regisseur Oliver Hirschbiegel („Das Experiment“, „Sophie Scholl“), der Hauptdarsteller Christian Friedel, Prof. Dr. Johannes Tuchel und Drehbuchautor Fred Breinersdorf den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Dieser beantwortete die Fragen zum Teil mit Humor (Gauck: „Es wird immer dumme Menschen geben.“), aber auch detailliert und ansprechend.

Profilkurs vor Zooplalast
Profilkurs vor Zooplalast

Obwohl die Anzahl an Schülern es nicht vermuten ließ, war es während der gesamten Diskussion sehr ruhig und es herrschte eine angenehme Atmosphäre. Auch die Fragen der Schüler waren sehr präzise gestellt und inhaltlich interessant.

Auf die Frage, ob die Jugend von heute den Film als Aufruf sehen soll, selbst einzugreifen in Krisen wie damals, antwortete Gauck, dass der Film nicht als Aufruf an junge Männer zu sehen sei, „die Existenz eines einsamen Wolfes zu suchen und mit Dynamit die Welt zu erlösen“, sondern dass er vielmehr das „verzweifelte Ringen eines Menschen zeigt, der einen Weg sucht, den er für seinen richtigen hält, wenn alle Welt verirrt ist.“ Er würdigte den „sehr nachhaltigen und intensiven Versuch“, Georg Elser mit dem Film in das öffentliche Gedächtnis zu bringen.

Gauck meets Elser
Gauck meets Elser

Auf die Frage eines Schülers, ob Putin auch als Bedrohung zu sehen sei wie einst Hitler, antwortete Gauck sehr diplomatisch. Er sprach viel dazu, aber eben ohne eine klare Aussage zu treffen, wie es sich für einen richtigen Politiker nun mal eben gehört.

Mir persönlich hat der Nachmittag mit dem Bundespräsidenten gut gefallen, da er sich als sehr offen gegenüber Jugendlichen gezeigt hat, was ihn sehr sympathisch machte. Auch die anderen Persönlichkeiten, wie z.B. Christian Friedel haben mich durch Humor und eine freundliche Art als Jugendliche erreicht und mich dazu gebracht, mich mit der Geschichte Deutschlands auch außerhalb des Unterrichts nochmal zu beschäftigen.

Abschließend kann ich sagen, dass die Sondervorstellung „Elser“ einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen hat. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Diskussionsrunde noch etwas länger gedauert hätte, da viele Fragen aus Zeitmangel nicht gestellt bzw. beantwortet werden konnten.

Margaux (Profilkurs Deutsch)

weitere Infos: http://elser-derfilm.de/ und: https://www.youtube.com/watch?v=VxAeSedlBCQ

27.04.15: Straußeneier gegen Insekten Interessantes, Neues und Sehenswertes in der Şehitlik-Moschee

Am 10.3.15 besuchten wir im Rahmen des Ethik-Unterrichts die Şehitlik-Moschee in Neukölln. In der Moschee führte uns ein Guide. Er ist selbst Mitglied der Gemeinde und natürlich Moslem.

Als erstes erklärte er uns die Geschichte des Friedhofs. Anschließend gingen wir die steinernen Stufen zur Moschee hoch. Auf dem Teppich vor dem Gebetssaal zogen wir unsere Schuhe aus, und auf (sauberen) Socken betraten wir sie. Danach setzten wir uns unter einen großen Kronleuchter, an dem ausgehöhlte Straußeneier hingen, um mögliches Ungeziefer fernzuhalten. Wir konnten keinen unangenehmen Geruch wahrnehmen, aber unser Guide erklärte uns, dass Insekten sehr empfindlich auf den „Duft“ von Straußeneiern reagieren.

Der Guide erzählte uns außerdem vieles über den Islam und stellte uns dann Fragen, die wir zu beantworten versuchten. Es zeigte sich, dass wir schon vieles in der Schule gelernt hatten oder vorher wussten. Jedenfalls war er sehr überrascht über unsere Mitarbeit und unser Interesse.

Dann begann das Mittagsgebet. Da sich in dem Gebetsraum oben viele Männer versammelten und wir weder den Vorbeter, noch die Betenden stören wollten, gingen wir nach unten in den Keller der Moschee. Dort befindet sich der Gebetsraum der Frauen, die, weil sie beim Beten nicht beobachtet werden wollten, einen Sichtschutz vor uns stellten. Nach dem Gebet stellten sie ihn wieder weg.

Wir alle fanden den Besuch dort sehr spannend und ich hoffe, wir gehen dort noch einmal hin.

Viktoria M.-W.

10.03.15: KOSmos Nr 9 – KOSmos meets Aktionstag!

Am 28. Januar 2015 hatten unsere interessierten Redakteure der Schülerzeitung die Ge­legenheit am Aktionstag „Mädchen für Handwerk begeistern“, veranstaltet vom „Lan­desverband Berlin – Unternehmerfrauen im Handwerk e.V.“ (www.ufh-berlin.de) und der KOS, teilzunehmen.

Pünktlich um 8 Uhr standen sie mit gespitzter Feder und Kameras bereit, um dann, auf­geteilt in verschiedene Gruppen, Berufe näher kennen zu lernen, die eher nicht von Mäd­chen angestrebt werden.

Während ausgewählte Mädchen der 9.Klassen der Kopernikus OS und der Wilma-Rudolph OS Bleche falzten (und damit eine wichtige Tätigkeit einer Dachdeckerin oder Bauklempnerin ausprobierten) oder mühevoll wunderschöne Marzipanrosen formten (eine ganz alltägliche Aufgabe einer Konditorin), protokollierten die Schülerzeitungsre­dakteure die Arbeiten und hielten die „Beweise“ auf ihren Kameras fest.

Auch ein Tischler, eine Malerin und Lackiererin und ein Elektriker haben die Schülerin­nen mit ihren angebotenen praktischen Einblicken in ihre Berufe begeistert bzw. Vorlie­ben entwickelt.

In den Pausen durften sich unsere Redakteure ebenso wie die Schülerinnen, betreuen­den Lehrer, die Unternehmerfrauen und schließlich die Vertreter der Firmen am liebe­voll gestalteten Büffet in der Schulküche bedienen. In diesen Pausen fanden sie auch Ge­legenheit, mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen und kleine Interviews durchzufüh­ren.

Fazit unserer Redaktion: So etwas wollen wir auch mal machen, um uns in Berufen auszuprobieren!“

Die Chancen stehen gut, denn die Kopernikus OS ist gerade für ihre exzellente Berufsvor­bereitung ausgezeichnet worden und beginnt schon in der 7. Klasse mit der Zusammen­arbeit mit dem Arbeitsamt und einem aufwendig gestalteten Berufswahlordner!

Annette Nouri, Chefredakteurin

21. Januar 2015: KOSmos Nr. 8

Eine Reise in die Vergangenheit.
Anlässlich des 25. Jahrestages des 9. November haben sich Schüler des 7. Jahrgangs ihre eigenen Gedanken über das Leben in der DDR, die vielen Fluchtversuche aus dem Unrechtstaat und die bedrohlichen Grenzanlagen gemacht.
Die Ausstellung über Geisterbahnhöfe im Nordbahnhof, die Gedenkstätten an der Bernauer Straße und viele gemeinsame Gespräche haben ihnen dafür Anstöße gegeben.

Annette Nouri

4. November 2014: Ausgabe Nr. 7

Die neuen Redakteure unserer Schülerzeitung KOSmos, alle aus dem neuen 7. Jahrgang, berichten von ihren Erlebnissen und Abenteuern auf den Klassenfahrten während des Sonderkursprogramms. Spannende Berichte über clevere Schiffsbau-Ingenieure, mutige Menschen auf Riesen-Schaukeln, erfolgreiche Sucher mit modernen Geräten und wie kurzfristig Helden gemacht werden.

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch das neue Redaktionsteam.

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Willst Du …

  • kreativ arbeiten?
  • etwas über Journalismus lernen?
  • in einer interessierten Gruppe über aktuelle Themen diskutieren?
  • MITGLIED UNSERER SCHÜLERZEITUNG KOSmos WERDEN?

Dann bist in unserem Team herzlich willkommen! Du kannst nach den Winterferien zu uns stoßen!_reklamebild

Melde dich dann bei Frau Nouri, Leiterin der Schülerzeitungs-AG „KOSmos“!

aktualisiert am 04.11.2014

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Diskriminierung an unserer Schule – nein danke!

„Du Schwu…!“, „Du Karto…!“, „Du Schei…auslä…!“  – … und wie es manchmal aus den Umkleidekabinen der Sporthallen oder auf dem Schulhof zu hören ist! Geben diese Schimpfwörter die Einstellung unserer Schülerschaft wider?

Unsere Schülerzeitung KOSmos hat in der Mittelstufe eine Umfrage zur Diskriminierung in Form rassistischer oder homophober (also schwulenfeindlicher) Äußerungen durchgeführt.

Insgesamt haben wir bis zum vereinbarten Rückgabetermin 451 Rückläufe registriert, 445 davon wurde von der Redaktion ausgewertet.

Ein Großteil unserer Schüler machte in dieser Umfrage erfreulicherweise deutlich, dass sie Rassismus und Diskriminierung ablehnen und sich immer für ihre Mitschüler einsetzen würden, wenn diese in irgendeiner Form diskriminiert werden sollten! Sie halten es auch nicht für nötig, dass sich zum Beispiel der Ethikunterricht in den Klassen 7 bis 10 noch stärker dieses Themas annimmt.

Das deckt sich auch mit den Beobachtungen der Ethiklehrer, die ein großes Interesse der Schüler beispielsweise bei den Themen Mobbing oder Rassismus feststellen, sehr offene und konstruktive Diskussionen im Unterricht führen können und dabei auf eine zum größten Teil aufgeschlossene Einstellung stoßen.

Dass es noch immer Schülerinnen oder Schüler gibt, die homophobe Witze und Beschimpfungen unbedenklich finden, sollte unser besonderes Augenmerk finden und in entsprechenden Situationen eindeutige Reaktionen finden.

Es bleibt Aufgabe der Schule und dort besonders der Klassenratsstunden, des Ethikunterrichts und der Mediation, mit ihren vielfältigen Angeboten zu diesem Thema und allgemein zu den  Themen Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus fortzufahren!

Teil unserer schulischen Arbeit ist natürlich auch der jährliche Schüleraustausch mit unserer dänischen Partnerschule in Kopenhagen, bei dem unsere Schüler mit ihren dänischen Austauschschülern jedes Jahr wieder eine interessante Zeit in Berlin und Kopenhagen miteinander verbringen und ein vorurteilsfreies Miteinander leben können.

Und, liebe Schüler, wenn Euch dennoch während Eures Schulvormittags etwas auffallen sollte, was Euch stört,  oder Ihr Euch belästigt fühlt, sprecht uns Lehrer an! Jeder, nicht nur Eure Klassenlehrer, sind verantwortlich und können Euch helfen.

Nur Offenheit und hohes Engagement lässt unser gutes Schulklima so bleiben, wie es ist, denn: Rassismus und Diskriminierung haben an der Kopernikus Oberschule keinen Platz!

Annette Nouri, 07.04.2014
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Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Beitrag von Jan Finkmann

“Du Jude, du scheiß Türke”, das hören wir doch alle fast täglich auf unserem Schulhof. Die meisten von uns finden es nur lustig und haben keine rassistischen Hintergedanken dabei. Doch ob es nur “Spaß” war oder nicht , das entscheidet ganz allein nur der jenige, zu dem es gesagt wurde!

Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, das vieleicht schon von den Mediatoren vorgestellt wurde, befasst sich damit, Schülern darüber auf zuklären, was Rassismus ist, wie schwer es verletzen und was man dagegen tun kann. Dazu werden Seminare an Projekttagen gemacht. Außerdem wird das Projekt von vielen prominenten Personen, wie z.B. Per Mertesacker unterstützt.

Auch wenn einige von euch denken, an unserer Schule gibt es keinen Rassismus und dieses Projekt brauchen wir hier nicht, denen sage ich, es ist nicht nur für das Schulleben sondern auch für den Alltag wichtig, wie ihr mit Rassismus umgeht.

Jan Finkmann, 07.04.2014

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PS.: Die letzte aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit Berichten und Interviews, die wir im Rahmen des Projektes „Journalisten von morgen auf Zeitreise im Kiez: Kriegs- und Nachkriegsgeschichte(n)“ erstellt haben. Dazu haben wir Zeitzeugen, Menschen über 70 Jahre, befragt und interviewt und dies aufgeschrieben – siehe hier: Aktuelle Ausgabe!

Wir hoffen, es macht euch Spaß zu lesen. Wir wünschen auch eure Rückmeldungen, Kommentare. Dazu müsst ihr euch erst anmelden.

Euer Redaktionsteam KOSmos. 07.04.2014